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Familien stärken
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Familien:Bilder im Wandel

Ausstellung im Niedersächsichen Landtag

Ausstellung im Niedersächsichen Landtag.

Sechs Jahrzehnte gesellschaftlichen Wandels anhand privater Familienfotos vermittelt vom 2. bis 25. Juli 2014 die Ausstellung "Familien:Bilder im Wandel" in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtags in Hannover.

Die Vorstände der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen haben dazu ihre privaten Familienalben geöffnet. Die Familienfotos veranschaulichen den Wandel der Rahmenbedingungen für Familienleben seit den 1950er Jahren und der damit verbundenen Veränderung von Werthaltungen. Von Alleinerziehenden über Eheschließung und Kinderwunsch bis hin zur Vaterrolle und Zeitpolitik spricht die Ausstellung alle wichtigen familienbezogenen Themenbereiche an und zieht gleichzeitig den historischen Vergleich. Dies erfolgt, wo immer möglich, in Generationenschritten durch Daten und Bilder aus den 1950er, 1980er und 2010er Jahren. Die Ausstellung, die zudem umfangreiche Hintergrundinformationen liefert, soll auch zum Nachdenken über Familienleben in der Zukunft anregen.

Die Ausstellung bietet den Besucherinnen und Besuchern einen Rundgang durch alle Facetten des Familienlebens. Die Präsentationstafeln werden ergänzt durch drei interaktive Objekte: Paarwippe, Zeitkuchen und Abstimmungsbarometer. Nach der Premiere im Niedersächsischen Landtag soll die Schau an weiteren Orten in Niedersachsen gezeigt werden.

Eine Einführung in das Thema gab im Rahmen der Eröffnungsfeier Professorin Dr. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie stellte in ihrem Vortrag die Veränderungen dar, die Familien in den letzten Jahrzehnten durchlaufen haben und beschrieb, welchen Herausforderungen sich Familien heute gegenüber sähen. Sie appellierte an die Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit gerade junge Frauen sich nicht mehr zwischen Karriere und Kindern entscheiden müssten. Weiterhin ging sie auf verschiedene Familien-Modelle ein. "Wir sollten ein breiteres Verständnis für Familie zulassen, gerade auch im Hinblick auf den demographischen Wandel. Gegenseitige Unterstützung und Hilfe auch jenseits verwandtschaftlicher Verbindungen muss stärker anerkannt werden und zwar nicht nur moralisch", so Meier-Gräve.

Landtagspräsident Bernd Busemann betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die Politik sich dafür einsetzen müsse, dass die Gesellschaft in Deutschland kinder- und familienfreundlicher werde." Die Familien", so Busemann, "erbringen unverzichtbare Leistungen für die Gesellschaft. Wo erlernen Kinder sonst soziale Kompetenzen?"

Die Ausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 10 – 17 Uhr.

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08.07.2014