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Familien stärken
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Koopmann: Menschen begleiten – auch beim Scheitern einer Ehe

Familienbund begrüßt Freiburger
Handreichung zu Wiederverheirateten-Geschiedenen

Der oldenburgische Familienbund der Katholiken begrüßt die Initiative der Erzdiözese Freiburg, Frauen und Männern, die sich zu einer Trennung entschlossen haben, oder die mit einer Trennung zurechtkommen müssen, ein seelsorgliches Angebot zu machen.

Im Kern gehe es um die Versöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte, so Gisela Koopmann, Vorsitzende des Familienverbandes im Anschluss an die jüngste Vorstandssitzung. "Wenn die eigene Verantwortung und eine mögliche Schuld im Blick auf das Scheitern einer Beziehung angenommen werden, wächst die Chance, eine neue Perspektive zu finden und gegebenenfalls in einer neuen Partnerschaft nicht wieder aus den alten Gründen zu scheitern", ist Koopmann überzeugt. Viele Paare hätten eine hohe Bereitschaft, sich diesen Fragen zu stellen weil sie nichts mehr wünschten, als dass ihr weiteres Leben und eine mögliche zweite Partnerschaft gelingen.

"Die angebotene Möglichkeit, in einem Ritual die neue Beziehung unter den besonderen Segen Gottes zu stellen, nimmt den Wunsch vieler Christen ernst", so die Verbandsvorsitzende. Es stärke für sie das Gefühl der Zugehörigkeit und der Teilhabe am sakramentalen Leben der kirchlichen Gemeinschaft. Dies sei höher zu bewerten als die Sorge, dass durch diese Regelung bei einigen Gläubigen Verwirrung entstehen könnte.

Seelsorgerinnen und Seelsorger oder auch die Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen leisteten hier einen wichtigen Dienst, ergänzt Gisela Koopmann, indem sie mit den Betroffenen nach Schritten der Versöhnung Ausschau hielten. Genau hierin sähe auch Papst Franziskus die größte Herausforderung für die Kirche: Das Herz der Menschen zu erwärmen, mit ihnen durch die Nacht zu gehen, mit ihren falschen Hoffnungen und Enttäuschungen ins Gespräch zu kommen und ihre Wunden zu heilen.

15.10.2013