Startseite | Kontakt | Impressum 
Familien stärken
Familien
stärken
 
Neue Regierung vergisst die Familien

Familienbund enttäuscht über Koalitionsvertrag

Der Familienbund der Katholiken zeigt sich enttäuscht darüber, dass die vor der Wahl versprochenen Verbesserungen bei Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag nun doch nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurden. "Es ist ein schlechtes Zeichen für die Familien in Deutschland, dass von den Zusicherungen auf finanzielle Verbesserungen nichts übrig bleiben soll", sagte Cornelia Dicke, die Vorsitzende des Familienbundes der Katholiken im Land Niedersachsen.

Die SPD habe unter Einbeziehung des Kinderzuschlages eine Erhöhung des Kindergeldes zumindest für untere und mittlere Einkommen zugesichert, so Cornelia Dicke. CDU/CSU hatten versprochen, den Steuerfreibetrag für Kinder schrittweise auf den für Erwachsene geltenden Freibetrag anzuheben und zugleich Kindergeld und Kinderzuschlag zu erhöhen.

"Die geplanten Flexibilisierungen im Blick auf die Elternzeit und das Elterngeld können nicht darüber hinweg täuschen, dass die grundlegenden Baustellen wie die ungerechte Anrechnung des Elterngeldes auf Grundsicherungsleistungen oder ein zu kurz gegriffenes Betreuungsgeld unbearbeitet bleiben", kritisiert die Verbandsvorsitzende.

Positiv würdigte sie die in Aussicht gestellten Verbesserungen beim Teilzeitrecht, die Stärkung des Faktorverfahrens bei der gemeinsamen Veranlagung der Ehegatten, die Anhebung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende, die Flankierung für 10-tägige Pflegeauszeiten, die Bekenntnisse für den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie für zukunftsfeste Angebote der Familienerholung. Diesen Ankündigungen müssten nun Taten folgen.

Im Rentenrecht werde mit einem zusätzlichen Entgeltpunkt für von 1992 geborene Kinder ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit bei der Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung getan. Allerdings vermisse ihr Verband weiterhin Entlastungen für Eltern auf der Beitragsseite der Rentenversicherung. Die geplante solidarische Lebensleistungsrente sei nicht geeignet, die Situation der Personen zu verbessern, die langjährig Erziehungs- oder Pflegetätigkeit erbracht hätten, resümiert Cornelia Dicke.

04.12.2013